Montag, 23. Mai 2011

New York State of Mind: Caesar-Salad

Wer wird Millionär 1.000-Euro-Quizfrage:
Welcher Salat ist neben dem weltberühmten "Waldorfsalat" einer DER Salate der USA?
Antwort: Der "Caesar-Salad". 
That`s it!

In Deutschland ist ein wirklich guter Caesar-Salad nur selten zu finden. Die grundsätzlichen Zutaten scheinen auf den ersten Blick vorhanden zu sein, aber geschmacklich geht er dann meist nicht über einen grünen Salat mit gebratener Hühnerbrust und trockenen Croutons hinaus.

Warum?

Weil das Dressing nicht stimmt!!!
Und das genau macht einen guten Caesar-Salad aus...

  
Folgende Zutaten werden benötigt (2 Personen):
  • 300 g Bio-Hühnerbrüstchen
  • 200 g Romana-Salat
  • 2 hartgekochte Eier (je nach Hunger)
  • 6 kleine Champignons
  • 4 kleine Tomaten
  • 30 g Parmesan (frisch gerieben) für das Dressing, ggf. noch einige gehobelte Scheiben für "so"
  • 3 Sardellenfilets aus dem Glas (die sind superwichtig - da geht kein Weg dran vorbei)
  • 1 große Knobizehe
  • 1 TL Dijonsenf
  • 1 Eigelb
  • 2 EL weißer Balsamico
  • 150 ml Sonnenblumenöl + 2-3 EL zum Braten
  • Salz + Pfeffer
  • Wer mag: 1-2 Toast- oder Weißbrotscheiben für die Croutons, 1-2 EL Butter für die Pfanne
Für das Dressing müssen alle Zutaten Zimmertemperatur haben (auch das Eigelb).
Dies bitte bei Euren Vorbereitungen beachten!


Romana-Salat-Blätter waschen und in mundgerechte Stücke schneiden oder rupfen. Unbedingt trockenschleudern, damit der Salat später nicht verwässert. Salat in eine Schüssel geben. Tomaten und Champignons waschen und in feine Scheiben schneiden (wer mag, kann die Pilze auch anbraten, ich lasse sie roh). Eier pellen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Sardellenfilets unter fliessendem Wasser gut abduschen. 

Dressing:
Das Dressing sollte, wenn es denn fertig ist, die Konsistenz einer leichten Mayonnaise haben. Eigelb und Senf in einen Standmixer geben und bei kleinster Umdrehung verrühren. Ganz langsam das Öl von oben angießen (erstmal nur einige Tropfen, dann kann es zügiger gehen). Das Gemisch muss leicht cremig werden. Man gebe danach die Knobizehe, die Sardellenfilets, den geriebenen Parmesan und den Essig hinzu und mixe alles bei höherer Drehzahl. Dressing in ein Schüsselchen geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Wer keinen Standmixer hat, muss das Eigelb, den Senf und das Öl mit der Hand verrühren (auch hier das Öl langsam eingießen - das klappt besser, wenn man zu zweit ist). Die Sardellenfilets ganz klein schneiden, die Knobizehe pressen und mit den restlichen Zutaten (siehe Absatz Standmixer) verrühren.

Das Dressing zu dem Salat geben und gut untermischen.


Hinweis:
Das Dressing muss den Salat üppig bedecken. Es empfiehlt sich daher, nicht gleich den ganzen Salat mit dem Dressing zu verrühren, sondern nur 3/4. Den Rest peu a peu zugeben. Wie gesagt, das Dressing ist das Wichtigste - wenn man es nicht schmeckt (weil zuviel Salat), habt ihr das Ziel verfehlt ;-) Jetzt unbedingt nochmal mit Salz abschmecken. Salat auf zwei großen Tellern verteilen. Champignon-, Tomaten- und Eierscheiben auf dem Salat verteilen.

Wer Croutons auf dem Salat haben möchte, der schneide die Toastbrot- oder Weißbrotscheibe(n) in kleine Würfel. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Würfel darin anbräunen. Croutons auf dem Salat verteilen.

Die Hühnerbrust waschen und mit einem Küchenpapier trockentupfen. Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hühnerbrust von beiden Seiten goldbraun anbraten. Brüstchen aus der Pfanne nehmen und mit einem scharfen Messer in Streifen schneiden. Auf dem Salat anrichten.
Wer mag, kann jetzt noch einige Scheiben gehobelten Parmesan über den Salat geben.
Zum Schluß noch eine Runde Pfeffer aus der Mühle über den Salat geben.
Enjoy your meal!


Impressionen:



Und hier noch zwei Tips für eingefleischte Sex & City - Fans:

Die legendäre Magnolia-Bakery, in der Carrie ihre Cupcakes kauft, ist mehrmals in NY zu finden. Besonders schön ist der Laden in 401 Bleecker Street. Ich stehe total auf den Cupcake namens "Red Velvet". 


Steve und Aidan`s Bar findet Ihr hier:



Man kann hier auch wirklich gut essen..

P.S.: Post wurde am 22.03.2012 überarbeitet!

Donnerstag, 19. Mai 2011

Rucola & Co. Woche 9

Hallo Freunde des grünen Daumens: Falls Ihr Euch meinem Rucolaprojekt angeschlossen haben solltet, dann müsste es in Eurer Kiste jetzt sooooo aussehen:


Ist das etwa nichts? Ich habe zwar den Eindruck, dass sich auch der ein oder andere Schmarotzer niedergelassen hat, aber das stört keinen großen Geist (Zitat: Karlsson vom Dach). Also dann mal schön die Blättlein ernten, waschen, auf einem Teller anrichten, mit Oliven- oder Kürbiskernöl, Balsamico, fein gehobeltem Parmesan, Salz + Pfeffer und....gerösteten Pinien- oder Kürbiskernen anrichten.

Mittwoch, 4. Mai 2011

Spargelsalat mit Kürbiskernöl und Parmesan

Am vergangenen Mittwoch saßen ein Kilo Spargelspitzen und ich in der Küche und fragten uns: "Was nun?" Der Spargel schrie: "Mach` bitte kein Risotto aus mir und kippe auch keine Hollandaise über mich...bitte, bitte nicht". Da erinnerte ich mich an einen Tip meiner Kollegin Marion, Spargelspitzen einfach mal in der Pfanne zu braten und als Salat anzurichten. Das habe ich ausprobiert, war im Anschluss noch ein wenig kreativ und das Ergebnis lässt sich zeigen:


Für 2-3- Personen (je nach Hunger - auch hier lassen sich die Reste wunderbar aufheben):
  • 1 kg Spargelspitzen
  • Parmesankäse am Sück
  • 50 g Pinienkerne (gerne auch mehr...)
  • Kürbiskernöl
  • Olivenöl
  • einige Blätter Basilikum (gehackt)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
Spargelspitzen waschen. Olivenöl bodendeckend in eine Pfanne geben und erhitzen. Spargel nacheinander in die Pfanne legen (immer nur soviel, dass alle Spitzen Bodenhaftung haben) und schön braun werden lassen. Man braucht hier einige Durchgänge, je nach Pfannengröße. Jedes Mal etwas Wasser zugeben und das Gemüse solange brutzeln, bis das Gemüse weich, aber noch knackig ist (man kann es leider nicht besser beschreiben, jeder hat da auch seine eigenen Vorlieben). Spargel aus der Pfanne nehmen und auf einer Platte abkühlen lassen. Hinweis: Bevor die nächste Ladung Spargel gebraten wird, unbedingt die Flüssigkeit der vorangegangenen Portion abgießen und wieder neu mit Olivenöl beginnen.   
 

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl anbräunen.

Spargelspitzen auf Teller geben und mit etwas Kürbiskernöl, gehobeltem Parmesan, Pinienkernen, Salz, gemahlenem Pfeffer und gehacktem Basilikum anrichten und servieren!

Sonntag, 1. Mai 2011

Spargel-Risotto grün-weiß

Hhmm...Spargel-Risotto. Ich mache Risotto auf die klassisch meditative Art und Weise, d.h. ich gebe die Brühe schöpfkellenweise zu dem  Reis und warte, bis die Flüssigkeit vollständig vom Reis aufgenommen wurde. Dann kommt die nächste Kelle. Und zwischendrin immer rühren, rühren, rühren. Ich hörte kürzlich, man könne Risotto auch weniger aufwändig im Ofen machen - das werde ich ausprobieren und hier davon berichten.

So sollte euer Spargel-Risotto grün-weiß am Ende aussehen:


2-3 Personen (je nach Hunger, Reste kann man auch hervorragend aufwärmen):
  • 250 g Risottoreis (ich nehme die Sorte "Arborio")
  • 500 g grüner Spargel
  • 500g weißer Spargel
  • 70 g Butter
  • 100 g geriebener Parmesan
  • ca. 1,2 Liter gut gesalzene Spargelbrühe (siehe unten)
  • Pfeffer aus der Pfeffermühle
  • 2 Schalotten
  • 2 Knobizehen
  • 2 EL frisch gehackte Blattpetersilie
  • Salz
  • Zucker
Wer die Menge Reis im Verhältnis zum Spargel auf den ersten Blick merkwürdig findet: Keine Panik - es passt wirklich (vorausgesetzt man mag Spargel).

Spargelbrühe:
Ich sammle die Brühe aus vorangegangenen Spargelköcheleien und koche hier auch die Reste vom Spargelschälen (Spargelhaut??) schön fein mit aus (ca. 15 Min.) Wichtig ist, dass das Spargelwasser gut gesalzen wird (man muss es schon fast als übersalzen empfinden), damit das Risotto am Ende nicht zu lasch wird. Die Brühe kann man auch einfrieren und bei Bedarf auftauen.

Spargel schälen (vom grünen Spargel muss nur die untere Hälfte geschält werden) und in kleine Stücke schneiden (ich mag 1,5 cm). Harte Enden entfernen. Wasser mit je 1 EL Salz und Zucker zum Kochen bringen und den Spargel ca. 10 Minuten köcheln (er muss weich, aber noch leicht bissfest sein). Spargel abgießen und zur Seite stellen.

In der Zwischenzeit die Schalotten und den Knobi schälen und in kleine Würfel schneiden.

1,2 Liter gut gesalzene Spargelbrühe zum Kochen bringen.


Einen Bräter auf den Herd setzen. Die Schalotten und den Knobi in der Hälfte der Butter schön glasig werden lassen. Den Reis hinzugeben und rühren, rühren, rühren, bis dieser heiß und ebenfalls leicht glasig ist (linkes Bild). Jetzt beginnt das Kellengießen! Wie oben beschrieben, eine Kelle der kochenden Brühe zum Reis geben und rühren (Bild rechts), bis dieser die Flüssigkeit aufgenommen hat. Immer so weitermachen, bis die Brühe aufgebraucht und der Reis weich, aber noch bissfest ist (man darf keinenfalls noch den Kern des Reiskorns erbeißen können).


Den Spargel, den geriebenen Parmesan, frisch gemahlenen Pfeffer und die Butter unter den Reis heben. Ggf. nachsalzen, falls das Risotto nicht genügend Salz über die Brühe aufgenommen hat.

Bräter von der Kochstelle nehmen, bedeckeln und 5 Minuten ruhen lassen.

Das Risotto in Schälchen oder Suppenteller geben und mit der gehackten Petersilie servieren!

Variante: 
Das Risotto schmeckt auch hervorragend mit Shrimps. Einfach die gewünschte Menge Spargel gegen Shrimps austauschen (ich nehme gefrorene Bioshrimps, die ich kurz in kochendes Wasser gebe. Diese dann mit dem gekochten Spargel zum Risotto geben).