Dienstag, 30. August 2011

Nashorn-Foglioni mit Parmesan-Salbei-Sahne

Der Schlamassel (und das ist nicht despektierlich gemeint ;-)) begann vor einigen Tagen, als ich beim Blogstöbern über die Ankündigung von "kochtopf" und "Arthurs Tocher kocht" gestolpert bin, die gemeinsam den Blog-Event LXXI - Rezepte mit N ankündigten (kurz: gesucht werden Rezepte, die mit "N" anfangen). Ohne großartig darüber nachzudenken kommentierte ich den Beitrag mit "...irgendwas mit Nougat oder Nutella oder Nüssen oder Nashorn muss es sein". Und da stand es nun: NASHORN! Das Tier ließ mich den ganzen Abend nicht mehr los und immer mehr setzte sich die Idee fest: Ich brauche ein Rezept mit NASHORN. Nachts träumte ich von den Nashörnern im Frankfurter Zoo, von Nashörnern in Afrikas Steppe und Nashörnern auf meinem Teller. Beim morgentlichen Zähneputzen kam mir endlich die Idee und das ist dabei heraus gekommen:


Nashornpasta - die sollte es sein. Zum Glück war Wochenende, sodass ich noch mit Nachthemd bekleidet im Internet nach Keksausstechern in Nashornform suchen konnte. Bei "der-kleine backladen" wurde ich fündig. Wenige Tage später war er da: NORBERT, mein NASHORN!

Ich hatte mir, während NORBERT auf dem Postweg zu mir unterwegs war, außerdem in den Kopf gesetzt, irgendetwas typisch Afrikanisches zu der Nashornherde zu kochen. Nachdem ich mein Kochbuch "Der Geschmack Afrikas" durchgeblättert hatte, musste ich mir eingestehen - da passte selbst mit viel Fantasie kein eines Gericht zu Pasta.

Was aber immer geht, ist die Parmesan-Salbei-Sahne meines Freundes Carsten, die ich hier und heute vorstelle: 

Pastateig für eine mittelgroße Herde, ausreichend für 2 Personen:
  • 100 g Weizenmehl
  • 20 g Hartweizengrieß
  • 1 Ei (S)
  • 1 Eigelb (S)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
Alle Zutaten mit dem Knethaken Deines Handrührers oder Deiner Küchenmaschine verrühren und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Wenn der Teig zu nass ist (er also fies an den Händen kleben bleibt), noch ein wenig Weizenmehl zugeben.

Den Teig mit Hilfe Deiner Nudelmaschine (oder Nudelholz) zu ca. 2-mm dicken Teigplatten verarbeiten. Die Teigplatten auf der gemehlten Arbeitsplatte ausbreiten und mit NORBERT ein Nashorn ausstechen.
Dabei singen wir:
"Ein kleines Nashörnchen, das war zuerst allein, dann wurde nochmal ausgerollt ..... 


da waren es schon zwei...


Zwei kleine Nashörnchen, die tranken gerne Bier und kaum hat man sich umgeguckt da waren es schon vier...lalala"

Soweit zur Gesangseinlage.

Die Nashornfamilie wird ca. 8-10 Minuten in Salzwasser gekocht.

Parmesan-Salbei-Sauce:
  • 200 g Bio-Sahne (also ein Becher)
  • 30 g geriebener Parmesankäse
  • 6 große frische Salbeiblätter
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz
Sahne, Knoblauch, Parmesan und Salbei in einem Topf zum Kochen bringen. Rühren, rühren, rühren...
Die Sahne solange einkochen, bis sie dickflüssig ist.
Man muss dabei wirklich rühren, da die Sahne ansonsten anbrennt und dann ist alles hin...
Knoblauch und Salbei entfernen und die Sauce mit Salz abschmecken.

Nashornfamilie mit Parmesan-Salbei-Sauce auf einem mit Paprikapulver besprenkelten Teller anrichten
(wer mag, kann Pfefferkörner als Augen verwenden).


Jetzt gucke ich erstmal "Jenseits von Afrika", wobei in dem Film - wenn ich mich recht entsinne -
keine Nashörner vorkommen.

Montag, 29. August 2011

Happy Birthday: mein-i-tüpfelchen wird 1

Vor einem Jahr saß ich leicht verzweifelt vor meinem PC und war mir nicht ganz sicher, ob mein erster Beitrag den Weg ins Internet finden würde. Mit einem Click auf "post veröffentlichen" war es dann soweit: Ich beglückte ich die Welt mit einem ersten post über meine Leidenschaft zu Waschmitteln aus dem Südland.
Der Leserkreis dürfte sich seinerzeit auf meinen Mann, meine Eltern und meine engsten Freunde beschränkt haben. Nach einem Jahr hat mein-i-tüpfelchen auch den ein oder anderen Fan, den ich nicht persönlich kenne, ich bekomme vor Veröffentlichung eines neuen Beitrags keine Schweißausbrüche mehr und freue mich über die vielen netten Kontakte zu Gleichgesinnten. Daher an dieser Stelle:

Happy Birthday mein-i-tüpfelchen!


Wer nicht selbst einen blog schreibt, kann kaum wissen wieviel Liebe und Arbeit darin steckt. Und wie Simone von "pi mal butter" einst sagte: Wir sind alle kleine Perfektionisten (was die Sache nicht unbedingt einfacher macht). Denn neben guten und originellen Rezepten soll natürlich auch die Optik stimmen. Das führte in meinem Fall dazu, dass ich das Buch mit dem Titel "Moderne Fotopraxis", das ich vor 15 Jahren zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, aus dem Bücherregal zog und mich mal wieder mit Themen wie Tiefenschärfe, Blende und Lichtempflindlichkeit beschäftigte. Die Anschaffung eines Stativs wurde daraufhin zwingend notwendig, da ich mit dessen Hilfe auch Fotos in unserer eher dunklen Küche machen konnte (bis dahin transportierte ich sämtliche Esswaren auf den Balkon und fotografierte sie dort - sehr zur Irritation meiner Nachbarn gegenüber!

Im Laufe der Zeit verändern sich dann auch die Anforderungen an die eigene Wohnung. Ein eigener Schreib- bzw. Arbeitstisch lag jahrelang jenseits meiner Bedürfnisse, was sich letztes Jahr schlagartig änderte. Ein Klemmbrett für die Küche, an das ich meine Rezeptnotizen hängen kann, steht derzeit auf meiner Wunschliste an Platz Nummer 1 und die Erweiterung unseres Bücherregals zur Aufnahme weiterer Kochbücher erscheint mir lebensnotwendig. Das alles hätte ich vor einem Jahr nicht gedacht.

Genug der Nebensächlichkeiten: Ihr erwartet hier sicher ein ultracooles Geburtstagsrezept....
Tja...ein solches hätte ich Euch auch wirklich gern geliefert, aber ich muss hier und heute leider sagen: Ich habe versagt!!! Und zwar nicht nur einmal, sondern gleich zweimal.

Versager Nummer 1):
Letztes Jahr waren wir eine Woche in New York. In der legendären "Magnolia Bakery" bestellte ich mit einen Cupcake mit Namen "Red Velvet". Er war ausgesprochen saftig und lecker.


Vor Wochen schon hatte ich mir vorgenommen, diesen Cupcake anlässlich des Blog-Geburtstags zu backen. Leider habe ich dasTopping (also das, was einen Cupcake von einem Muffin unterscheidet) eigenverschuldet total vergeigt. Und so richtig rot war das Backwerk, wenn ich ganz ehrlich bin, auch nicht.

Versager Nummer 2):
Das New Yorker Kaufhaus "Macy`s" verfügt über eine riesige Kosmetikabteilung. Dort kaufte ich vergangenes Jahr einen Badezusatz mit Namen "cinnamon buns":


Das Schaumbad riecht lecker nach Zimt und auf der Flasche selbst steht ein Rezept für Zimtbrötchen geschrieben. Die Brötchen habe ich in Ermangelung gelungener Cupcakes nach Badeanweisung gebacken. Gerochen haben sie prima - nur geschmeckt haben sie  leider nicht.

Fazit: Manchmal ist ein Badezusatz eben nur ein Badezusatz!

Daher gibt es zum heutigen Geburtstag leider nichts Selbstgebackenes (Alex: SETZEN, 6).

Wir feiern daher mit einer gedachten Torte und freuen uns auf ein weiteres spannendes Jahr!


 Viele Grüße Alex und Charlotte!

Dienstag, 23. August 2011

Dufte, dufte...hessischer Kochkäse!

Meine Kollegin Marion macht den weltbesten Kochkäse. Das mag daran liegen, dass ich, wenn ich genauer darüber nachdenke, nur ihren Kochkäse kenne. Kochkäse ist eine hessische Spezialität - dumm nur, dass ich mir das von einer waschechten Berlinerin erklären lassen musste (Randnotiz: MEIN Geburtsort: Frankfurt/M.!!!). Kochkäse schmeckt besonders lecker auf Schwarzbrot mit dicker Kruste oder auf knackigem (keinenfalls wabbeligem) Baguette.


Manche Menschen überbacken auch ihre Schnitzel damit...das habe ich aber noch nicht ausprobiert. Der Kochkäse hält sich mindestens zwei Wochen gekühlt in sterilisierten Gläsern (Gläser bei 120 Grad 10 Minuten in den Ofen stellen). Kochkäse eignet sich auch wunderbar als Mitbringsel! Die Zutaten mögen dem ein oder anderen hessisch vorkommen, aber so sind sie nun mal: 
  • 200 g Harzer Roller
  • 200 g Schmelzkäse ( ich nehme "Kiri", weil er mich an lustige Campingurlaube in Frankreich erinnert)
  • 200 g saure Sahne
  • 180 ml süße Sahne
  • Kümmel nach Geschmack und Empfinden
  • Messerspitze Natron (gibt es für wenige Cent u.a. in der Apotheke)


  • Butter schmelzen
  • Schmelzkäse zugeben und rühren...
  • Harzer Käse in kleine Stücke schneiden und hinzugeben....rühren....rühren...
  • saure Sahne zugeben und...YES....rühren...
  • süße Sahne zugeben und immer noch rühren...
  • Natron und Kümmel zugeben, kurz aufwallen lassen und...
  • den Kochkäse in die sterilisierten Gläser füllt und im Kühlschrank aufbewahren.


Danke Marion!

Samstag, 20. August 2011

Holundersirup mit Cremant und Himbeeren

Voilà - l`été!
Dazu passt ein Glas mit kühlem Cremant, der mit Holundersirup, frischen Himbeeren
und einem Minzblättchen aufgehübscht wurde:



Für ein bauchiges 0,2 l - Glas benötigt Ihr:

1 cl Holundersirup
180-200 ml kalten Cremant (trochen / brut)
12 frische Himbeeren
1 Minzblättchen

Sirup in ein Glas geben und mit dem Cremant aufgießen.
Himbeeren und Minzblättchen dazugeben und in der Sonne / Schatten genießen!


Die Tocher von Bekannten ist eine begeisterte Hurlunderkoktel - Mixerin.
Für Alle, die es lieber antialkoholisch mögen.
Sie hat mir das Rezept von ihrem legendären Koktel verraten, das ich Euch nicht vorenthalten möchte:


:-))

Dienstag, 16. August 2011

Spirelli mit Pfifferlingen

Diesen Beitrag widme ich meiner witzigen Bloggerkollegin Alice, die am 10. August über ihren Pilzfrust berichtet hat. Mir ging es ähnlich: Kürzlich lief ich mir auf dem Wiesbadener Wochenmarkt die Sohlen nach Steinpilzen heiß. Es war nichts zu machen - es gab einfach keine. Dafür fand ich aber eine stattliche Anzahl an frischen Pfifferlingen, die ich stolz in einer braunen Papiertüte nach Hause trug.

Und das wurde daraus:


Das Rezept ist einfach und man sollte sich von der Sahne bitte nicht abschrecken lassen. Es bleibt hiervon kaum etwas übrig (ist keine Sahnesauce, in der vereinzelt Pfifferlinge schwimmen). 

Zutaten für zwei Pilzverrückte:

400 g frische Pfifferlinge
240 g Spiralnudeln
1 Becher frische Biosahne
2 Knoblauchzehen (kleingewürfelt)
1 mittelgroße kleingewürfelte Zwiebel (ich nehme gern die roten italienischen Cipollas)
Olivenöl für die Pfanne
Salz und Pfeffer aus der Mühle

Pfifferlinge sehr gut waschen und fiese Stellen wegschneiden.

  • Nudelwasser aufsetzen und zum Kochen bringen,
  • Öl in eine große Pfanne geben und erhitzen,
  • Knobi- und Zwiebelstücke zu dem Öl geben und glasig werden lassen,
  • Pfifferlinge in die Pfanne geben und kurz anbraten,
  • Sahne zugeben,
  • bei starker Hitze so lange kochen (dabei immerzu rühren), bis sich die Sahne ausgeblubbert hat und eingekocht ist,
  • mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

Samstag, 13. August 2011

Orangen- Avocadosalat mit Arganöl

Ich esse für mein Leben gern Avocados und meide daher sämtliche Berichte, die über deren (immerhin gesunden) Fett- bzw. Kaloriengehalt berichten. Getreu dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß! Nun ist es aber leider so, dass ich immer dann, wenn mich die Avocadolust überkommt, keine reifen Früchtchen zu kaufen bekomme. Knallhart sind sie. Schlimm! Letzte Woche hatte ich Glück: Ich wollte eigentlich nur schnell in einem fussläufig entfernten Lebensmittelmarkt Milch einkaufen und da lachten sie mich an: 10 vollreife Avocados der Sorte "Hass". Vier davon lagen - so schnell konnten die kleinen grünen Schrumpeldinger nicht gucken - in meinem Einkaufskörbchen.

Zeit für meinen Orangen-Avocadosalat!
Der Salat schmeckt sommerlich frisch und das Arganöl gibt ihm eine nussige Note. Hhmmmm!



Zutaten für 2 Vorspeisenportionen:

1 Avocado
1 Orange

Dressing:

1 El Balsamico
2 TL Arganöl
3 El Orangesaft
1 TL Senf
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 Knobizehe

Die Zutaten für das Dressing verrühren (die Knobizehe am Stück dazugegeben) und mindestens 2 Stunden ziehen lassen. 



Kurz bevor der Salat verzehrt werden soll, die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch mit einem großen Löffel herauslösen. In kleine Stücke schneiden.


Die Orange schälen und mit Hilfe eines scharfen Messers das Fruchtfleisch zwischen den Orangenhäutchen herauslösen. In kleine Stücke schneiden.


Die Avocado- und Orangenstücke mit dem Dressing (ohne Knobizehe) vermischen und sofort verzehren.

Filmtip zum Salat:
Ich habe erst kürzlich den Film "Das Orangenmädchen (Appelsinpiken :-))" gesehen (Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jostein Gaarder).  Ein wunderbarer Film für alle Liebesfilm-, Langlauf- und Skandinavienfans!!!

Donnerstag, 11. August 2011

Obstfliegenalarm!

Ich halte mich durchaus gerne in der Küche auf (zu jeder Tages- und Jahreszeit).
Es gibt aber eine Sache, die ich dort völlig überflüssig finde: Obstfliegen!

Ich würde mich als durchaus tierlieb bezeichnen.
Ich habe mich sogar im Juni für einen Maulwurf eingesetzt, der bei unseren Freunden in Hamburg den Garten unsicher gemacht hat und mittels eines vibrierenden Gerätes entfernt werden sollte.
Selbst Spinnen, die ich nun wirklich nicht leiden mag, rette ich/lasse retten und setze sie auf dem Balkon aus.
Aber Obstfliegen gehen einfach nicht. Da will sich keine emotionale Bindung auftun.

Leider haben wir zur Zeit eine echte Obstfliegenplage in unserer Küche.
 Eine wollte unbedingt auf den Laufsteg und ich habe sie mit meiner Kamera erwischt:



Gegen einen Obstfliegenüberfall hilft nur eins (Danke Jörg für den Tip):

Man nehme ein Glas, befülle es mit etwas einfachem Haushaltsessig (Obstfliegen sind da nicht besonders wählerisch), füge einige Spritzer Spülmittel (damit sich die Oberflächenspannung auflöst) und Leitungswasser hinzu. Das Glas stelle man in die Küche an eine obstfliegenbefallene Stelle.  

Aus Pietätsgründen und weil es auch wirklich nicht appetitlich aussieht, habe ich hier und heute auf Ergebnisfotos verzichtet.

Nachtrag:
Dieser Tip passt gerade richtig zu Zorras Sommermüdigkeits-Küchentip-Blitz-Blog-Event!

Samstag, 6. August 2011

Eierpfannkuchen für Pippi*

Es ist für mich immer eine besondere Freude, wenn sich unser 6-jähriges Patenkind Pippi* zum Übernachten ankündigt.

Die Auswahl des Kinderprogramms ist einfach, da ich weder ein Prolem damit habe, mich im Schwimmbad zur besten Spring- und Fangtante ernennen zu lassen, noch mich in meinen Alter auf der Schaukel zu zeigen oder diverse Kinderbrett- oder Kartenspiele zu spielen, auch wenn deren Spielanleitung, je nach aktueller Kindsstimmung, auch gerne mal variiert.

Die einzige nachhaltige Frage, die sich mir immer stellt: Was machen wir dem Kind zu ESSEN ???

Das Pizzaprogramm war nach dem letzten Besuch definitiv überreizt (zusammen Teig kneten, kleine Pizzen formen und alle dürfen ihr Exemplar selbst belegen - schöne Sache, auch für die Tante) - das lief schon die letzten Besuche. Also musste eine Alternative her!
Irgendwann erinnerte ich mich an ein Fest bei meinem Ex-Cef: Wir saßen alle zusammen (inklusive einer Menge Kinder) und backten kleine Pfannkuchen auf diversen Minipfannkuchenbacktischgeräten. Will heißen: Die Geräte standen auf dem Tisch und man konnte Pfannkuchenteig in kleine Ausbuchtungen eines heißen Gerätes füllen, diesen backen und mit diversen Leckereien belegen. Die halbe Kollegschaft hat sich nach dem Fest ein solches Gerät angeschafft, das dann erstmal im Keller neben dem Fleischfondue, dem Käsefonduetopf, dem Schokobrunnen, dem Raclettegerät und dem heißen Stein verschwand (so war es zumindest bei mir).

An besagtem Pippi*-Samstag kam das Gerät dann endlich zum Einsatz:



Man braucht nicht viel:
  • Pfannkuchenteig (siehe unten)
  • Champignons, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Mais....alles in Scheiben / Stücke geschnitten
  • alle Arten von Schinken und Salami (in kleine Stücke geschnitten)
  • gebratenes Hackfleisch
  • Reibekäse
  • Zimt- und Zuckergemisch
  • und alles, was zu Pfannkuchen und eurem Geschmack passt
Das alles macht einen Heidenspaß, ist kommunikativ und das Patenkind war happy!



Anschließend einige Worte zum Thema "Pfannkuchenteig":

Als Kind habe ich mein erstes Kochbuch geschenkt bekommen:


Es handelt sich hier um die Originalausgabe von 1979 (damals war ich 10 Jahre alt).
Ich habe bei "amazon" gesurft und tatsächlich...das Buch gibt es noch (gebraucht ab 0,01 Euro - eine Schande!). Ich finde das Kochbuch auch heute noch total witzig und meinen Pfannkuchenteig mache ich seit 32 Jahren nur nach diesem Rezept:
  • 2 Tassen Milch
  • 3 Eier
  • 250 g Mehl
  • etwas Salz
  • 2 El Zucker
  • etwas Sprudelwasser (meine eigene Note)
Alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren....

Hier noch ein Auszug von Seite 36 des Buches (Urheberrechte hin oder her...ich mache hier ja schließlich WERBUNG):


Ist das nicht herzallerliebst?

Viel Spaß wünscht Euch - Eure Alex!!

*Name von der Redaktion geändert!

Dienstag, 2. August 2011

Marinierter Thunfisch mit Sesamsaat und Sojasprossen auf Melone

Das Wetter schrie am vergangenen Samstag nach Weihnachtsgans (vielleicht war ich aber auch ein wenig von Christinas entzückenden Weihnachtsbäumchen ;-) inspiriert). Ich hatte aber 500g politisch korrekten frischen Thunfisch im Kühlschrank liegen, der verarbeitet werden wollte. 


Was gibt es zu diesem Rezept zu sagen:

Manchmal überquere ich den Rhein und verbringe einen Samstagvormittag (vorzugsweise ganz alleine) in Mainz. Wiesbaden und Mainz sind sich nicht so grün - ähnlich wie Katz und Maus oder Düsseldorf und Köln. Mir persönlich ist das völlig wurscht, denn ich mag beide Städte, aus ganz unterschiedlichen Gründen! Nach getaner Arbeit (Besuch des wirklich sehenswerten Wochenmarktes und Erledigung notwendiger Einkäufe) kehre ich traditionell im "HEILIGGEIST" ein. Wer sich jetzt über den merkwürdigen Namen wundert - das Lokal befindet sich tatsächlich in einer alten Spitalkirche (ich sitze auch im Sommer immer drinnen, da die Architektur einfach wunderschön ist).  Die Lokalität ist - wie ich finde- wirklich einzigartig - insbesondere, wenn man um die Mittagszeit hingeht, wenn es noch nicht so voll ist (abends hat es durchaus etwas schallend Halliges). Soviel der Worte vorab. 

Eines schönen Tages fand ich auf der Tageskarte marinierten Thunfisch vor, den ich, nach erfolgreicher Leerung des Tellers, wirklich einzigartig fand. Eine Woche später durchsuchte ich das halbe Rhein-Main-Gebiet nach gutem rohen Thunfisch und wurde auch irgendwann fündig. Ich habe das heilige Rezept dann nachgebaut, mit - ich will mich wirklich nicht selbst loben - einem prima Ergebnis. Die Melone und die Rucolakresse sind meiner Kreativität geschuldet ;-) Zum Thunfisch passen wunderbar Sesam-Crostini!

Jetzt geht es endlich los (Vorspeisenportion für 4 Personen):
  • 500 g sehr frischen Thunfisch
  • 40 ml (oder auch 4cl) bestes Sesamöl
  • 5 EL dunkle Sojasauce
  • 2 cm Ingwer, fein gerieben
  • 100 g Sojasprossen (man kann sie wirklich wieder bedenkenlos essen) , gewaschen
  • 20 g Schnittlauch (gewaschen)
  • 20 g Sesamsamen (plus noch etwas Samen für die Crostini)
  • Rucolakresse (oder irgendeine andere hübsche Kresseart), gewaschen
  • 1 Melone (die Sorte überlasse ich Euch, sofern es keine Wassermelone ist), reif muss sie sein - fein schmecken auch Mango oder Papaya
  • 1/2 Baguette (kann durchaus schon einen Tag alt sein)
  • Olivenöl
  • 1/2-1 Zitrone, frisch ausgepresst, Menge nach Belieben
  • ggf. Salz (je nach Salzgehalt der Sojasauce)

Thunfisch in kleine Scheibchen schneiden (man kann sich hier gut die vorhandenen Strukturen des Fisches zu eigen machen - probiert es einfach aus):


Thunfischstückchen in eine Schüssel geben und mit dem Sesamöl, der Sojasauce, dem geriebenen Ingwer, den Sojasprossen (in 1-cm-Stücke geschnitten), der Sesamsaat (in einer Pfanne ohne Fett leicht angebräunt) und dem kleingeschnittenen Schnittlauch vermischen.

Einige Stunden ziehen lassen!

Melone halbieren, vierteln, achteln, von den Kernen und der Schale befreien und in feine Längsscheiben schneiden. Auf einem Teller anrichten.

Ofen auf 200 Grad Celsius vorheizen.

Das Baguette in Scheiben zu 1 cm schneiden, mit Olivenöl beträufeln und in das Sesamsaat drücken. Die Scheiben müssen ordentlich bedeckt sein. Scheibchen für ca. 8-10 Minuten in den Ofen geben (sie müssen leicht bräunlich sein).

Thunfisch mit dem Zitronensaft und ggf. Salz abschmecken (ich nehme auf diese Menge den Saft einer halben Zitrone), auf den Melonenscheiben verteilen und mit der Rucolakresse und den Sesam-Crostini anrichten.