Sonntag, 23. Oktober 2011

Zwiebel-Speck-Tarte (Zwiwwelkuche), Federweisser, Rheingau und Riesling 2010

Herbstzeit. Jedes Jahr, wenn sich die Blätter an den Bäumen zu färben beginnen, kommt in mir unweigerlich das Bedürfnis nach einem gemütlichen Abend bei Kerzenschein, Zwiebelkuchen und einem oder zwei Gläschen Federweisser auf. Teuflich gut! Mit dem ersten Schluck begrüße ich respektvoll den neuen Jahrgang, der zu diesem Zeitpunkt noch in Kinderschuhen steckt.



Für all diejenigen unter Euch, die mit dem Begriff "Federweiße" nichts anfangen können: Es handelt sich hierbei um Traubensaft, der aus weißen Trauben gewonnenen wurde und dessen alkoholische Gärung gerade begegonnen hat. Im nächsten Jahr finden wir ihn dann in ausgewachsenem Zustand u.a. auf der Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden wieder, auf dem an über 100 Ständen gegessen und Wein getrunken werden kann. 

In diesem Jahr fand das Weinwoche vom 12. bis 21.08. statt und stand wettertechnisch leider unter keinem guten Stern. Dieser Umstand konnte mich allerdins nicht daran hindern, 2010er Riesling verschiedenster Winzer zu probieren. Wie in den Jahren davor sitze ich nach der Weinwoche mit den ergatterten Weinlisten im Wohnzimmer und versuche meine persönlichen Bewertungen zu entziffern, die je nach Tagesform zwischen klaren Zeichen wie Plus und Minus, Smileys aller Art oder einfach nur Worten wie "gut", "mies", "xfhe" (???) ... wechseln können. 

Nachdem meine Jahressieger feststanden, ging es Anfang Oktober ab in den Rheingau, um das ein und andere Fläschlein zu kaufen. Hierzu sei gesagt: Ich habe, obwohl ich mich wirklich angestrengt habe, nicht alle Winzer durchprobieren können. Meine Lieblingsliste basiert somit nur auf den von mir gekosteten Weinen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit ;-)





Und hier meine ganz persönlichen Lieblinge (2010):

Weingut Heinrich Baison GbR, Hochheim:
Nr. 004: Riesling Kabinett trocken (5,30 Euro / 0,75 l)
Nr. 005: Riesling Classic halbtrocken (5,30 Euro / 0,75 l)
Nr. 009: Riesling Kabinett trocken, Hochheimer Hölle (6,00 Euro / 0,75 l)

Weingut Heinz Nikolai, Erbach:
Nr. 22: Erbacher Steinmorgen "Alte Reben" Riesling Spätlese feinherb (7,50 Euro / 0,75 l)


Weingut Friedrich Altenkirch, Lorch:
Nr. 30033: Riesling feinherb (6,50 Euro / 0,75 l)
Nr. 30253: Riesling Grauschiefer trocken (8,25 Euro / 0,75 l)
Nr. 30263: Riesling Quarzschiefer feinherb (8,25 Euro / 0,75 l)

Schloss Vollrads:
"SV" Sommer Rheingau Riesling QbA trocken (7,90 Euro / 0,75 l)


Seit Jahren experimentiere ich an dem zum Federweiße gehörenden Zwiebelkuchen. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal einen Mürbe- statt einem Hefeteig als Grundlage zusammengemischt. Das Ergebnis war wirklich lecker und verdient den Namen "Zwiebel-Speck-Tarte" statt profan: "Zwiwwelkuche" ;-)

Los geht`s (Zutaten für einen 27 cm Tarte-Form):

Teig:
  • 250 g Mehl
  • 150 g Butter + Butter für die Form
  • etwas Wasser
  • 1 Eigelb
  • Salz
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • Semmelbrösel für die Form
  • Backpapier
  • Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Mehl und Salz in eine Schüssel geben und die Butterflöckchen darauf verteilen. Eigelb zufügen und verkneten. Soviel Wasser zugeben, bis der Teig glatt, aber nicht zu nass ist. Den Teig in eine Folie wickeln und 30 Minuten kaltstellen; danach auf einer bemehlten Fläche formpassend ausrollen. Die Form mit Butter ausreiben und mit Semmelbröseln ausschwenken. Den Teig in die Form geben (er muss so hoch sein, wie der Rand), mit Backpapier auslegen, mit Hülsenfrüchten beschweren und 20 Minuten bei 180 Grad blind backen. 

Füllung:
  • 500 g Gemüsezwiebeln, in Halbringe geschnitten
  • 120 g Schinkenspeckwürfel
  • 3 Eier
  • 200 g saure Sahne
  • 1 EL Kümmel
  • Öl für die Pfanne
Zwiebel und Schinkenspeckwürfel in einer Ölpfanne andünsten, bis die Zwiebelringhalbscheiben hellgold sind. Saure Sahne, Eier und Kümmel vermischen, Zwiebel-Speckgemisch zugeben und mischen. Die Masse auf den blindgebackenen Teig geben und 30 Minuten bei 180 G Celsius fertigbacken.
Zwiebel-Speck-Tarte warm essen!

Sonntag, 16. Oktober 2011

Kommißbrot zum "world bread day 2011"

Happy word bread day 2011 to everyone!
"mein-i-tüpfelchen" und ich feiern heute den "world bread day 2011", an den Zorra von kopftopf dankenswerterweise frühzeitig erinnert hat. 
Wir sind dankbar, dass wir genug zu essen haben und bislang nie Hunger leiden mussten.
Unser Beitrag - ein Kommißbrot, das wir über die Woche hinweg aufbrauchen werden:


Zutaten für eine großen Laib Brot:

700 g Bio-Roggenmehl (Type 1370)
300 g Bio-Weizenmehl (Type 550)
30 g Hefe, zimmerwarm
1 TL Zucker
650 ml lauwarmes Wasser
1,5 TL Salz

 Mehl in eine große Schüssel geben, mischen und eine Mulde hineindrücken.
Hefe in die Mulde bröckeln und mit dem Zucker, 5 EL des lauwarmen Wassers
und etwas Mehl verrühren.
Den Hefeklumpen (auch Vorteig genannt) 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
Das restliche Wasser und das Salz zum Vorteig geben und ca. 10 Minuten durchkneten
(per Hand oder Küchenmaschine).
Den Teig zu einer Kugel formen und auf ein bebackpapiertes Backblech setzten.
Mit einem Tuch bedecken und an einem warem Ort 40 Minuten gehen lassen.
Ofen auf 220 Grad Celsius vorheizen.
Das Brot der Breite nach einschneiden und mit Wasser bepinseln.
20 Minuten bei 220 Grad Celsius und danach 40 Minuten bei 200 Grad Celsius backen.
Zwischendurch mit Wasser bepinseln, damit die Kruste schön knusprig wird.
  
Das Rezept habe ich aus dem Buch "Brot selbstgebacken" vom Mosaik-Verlag.
Hier kommt zu den obigen Zutaten noch 1 TL gemahlener Kümmel hinzu, den ich weggelassen habe.

    

Dienstag, 11. Oktober 2011

Tomatensuppe mit Buttermilch und Ingwer

Hatschi, hust, hust...die Herbsterkältungswelle ist trotz Einnahme von Zink und Vitamin C nicht an mit vorbeigehuscht. Schade auch! Da schreit mein ganzer Organismus nach einer schönen heißen Suppe.


Und das kommt in die Alex-wird-gesund-Suppe hinein:

  • eine gewürfelte Zwiebel
  • 1 große gewürfelte Bio-Karotte
  • Ingwer (25 g geschält und gewürfelt)
  • Messerspitze Cayennepfeffer
  • 1 große Dose gestückelte Tomaten
  • 250 ml Buttermilch
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Kürbiskernöl
  • einige Kürbiskerne
  • Zitronensaft (wer mag)
  • Olivenöl zum Anbraten
    Ingwer und Cayennepfeffer heizen das Öfchen im Körper herrlich auf,
    die Buttermilch gibt dem Süppchen Frische. Wunderbar!

    Zwiebel, Karotten- und Ingwerwürfel im Olivenöl anbraten, den Cayennepfeffer zugeben und kurz mit andünsten. Tomatenstücke zugeben und köcheln lassen, bis die Karottenwürfel weich sind
    (das dauert ca. 20-30 Minuten).
    Buttermilch zugeben und ganz kurz mit aufkochen. 
    Zutaten im Mixer pürrieren.
    Mit Salz und Pfeffer (und ggf. Zitronensaft für den Vitamin C - Kick) abschmecken.
    Die Suppe in eine Schale (hält die Temperatur besser als ein Suppenteller) geben und mit
    Kürbiskernöl und den Kürbiskernen anrichten. 

    Nebenwirkungen: Verbrennungsgefahr (das Süppchen ist schon recht scharf)


    Also ich fühle mich heute Abend schon deutlich besser (nach Einnahme zweier Schälchen).