Herbstzeit. Jedes Jahr, wenn sich die Blätter an den Bäumen zu färben beginnen, kommt in mir unweigerlich das Bedürfnis nach einem gemütlichen Abend bei Kerzenschein, Zwiebelkuchen und einem oder zwei Gläschen Federweiße auf. Teuflich gut! Mit dem ersten Schluck begrüße ich respektvoll den neuen Jahrgang, der zu diesem Zeitpunkt noch in Kinderschuhen steckt.

Für all diejenigen unter Euch, die mit dem Begriff "Federweiße" nichts anfangen können: Es handelt sich hierbei um Traubensaft, der aus weißen Trauben gewonnenen wurde und dessen alkoholische Gärung gerade begegonnen hat. Im nächsten Jahr finden wir ihn dann in ausgewachsenem Zustand u.a. auf der Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden wieder, auf dem an über 100 Ständen gegessen und Wein getrunken werden kann.
Für all diejenigen unter Euch, die mit dem Begriff "Federweiße" nichts anfangen können: Es handelt sich hierbei um Traubensaft, der aus weißen Trauben gewonnenen wurde und dessen alkoholische Gärung gerade begegonnen hat. Im nächsten Jahr finden wir ihn dann in ausgewachsenem Zustand u.a. auf der Rheingauer Weinwoche in Wiesbaden wieder, auf dem an über 100 Ständen gegessen und Wein getrunken werden kann.
Nachdem meine Jahressieger feststanden, ging es Anfang Oktober ab in den Rheingau, um das ein und andere Fläschlein zu kaufen. Hierzu sei gesagt: Ich habe, obwohl ich mich wirklich angestrengt habe, nicht alle Winzer durchprobieren können. Meine Lieblingsliste basiert somit nur auf den von mir gekosteten Weinen und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit ;-)
Und hier meine ganz persönlichen Lieblinge (2010):
Weingut Heinrich Baison GbR, Hochheim:
Nr. 004: Riesling Kabinett trocken (5,30 Euro / 0,75 l)
Nr. 005: Riesling Classic halbtrocken (5,30 Euro / 0,75 l)
Nr. 009: Riesling Kabinett trocken, Hochheimer Hölle (6,00 Euro / 0,75 l)
Weingut Heinz Nikolai, Erbach:
Nr. 22: Erbacher Steinmorgen "Alte Reben" Riesling Spätlese feinherb (7,50 Euro / 0,75 l)
Weingut Friedrich Altenkirch, Lorch:
Nr. 30033: Riesling feinherb (6,50 Euro / 0,75 l)
Nr. 30253: Riesling Grauschiefer trocken (8,25 Euro / 0,75 l)
Nr. 30263: Riesling Quarzschiefer feinherb (8,25 Euro / 0,75 l)
Schloss Vollrads:
"SV" Sommer Rheingau Riesling QbA trocken (7,90 Euro / 0,75 l)
Seit Jahren experimentiere ich an dem zum Federweiße gehörenden Zwiebelkuchen. Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal einen Mürbe- statt einem Hefeteig als Grundlage zusammengemischt. Das Ergebnis war wirklich lecker und verdient den Namen "Zwiebel-Speck-Tarte" statt profan: "Zwiwwelkuche" ;-)
Los geht`s (Zutaten für einen 27 cm Tarte-Form):
Teig:
- 250 g Mehl
- 150 g Butter + Butter für die Form
- etwas Wasser
- 1 Eigelb
- Salz
- Mehl für die Arbeitsfläche
- Semmelbrösel für die Form
- Backpapier
- Hülsenfrüchte zum Blindbacken
Mehl und Salz in eine Schüssel geben und die Butterflöckchen darauf verteilen. Eigelb zufügen und verkneten. Soviel Wasser zugeben, bis der Teig glatt, aber nicht zu nass ist. Den Teig in eine Folie wickeln und 30 Minuten kaltstellen; danach auf einer bemehlten Fläche formpassend ausrollen. Die Form mit Butter ausreiben und mit Semmelbröseln ausschwenken. Den Teig in die Form geben (er muss so hoch sein, wie der Rand), mit Backpapier auslegen, mit Hülsenfrüchten beschweren und 20 Minuten bei 180 Grad blind backen.
Füllung:
- 500 g Gemüsezwiebeln, in Halbringe geschnitten
- 120 g Schinkenspeckwürfel
- 3 Eier
- 200 g saure Sahne
- 1 EL Kümmel
- Öl für die Pfanne
Zwiebel und Schinkenspeckwürfel in einer Ölpfanne andünsten, bis die Zwiebelringhalbscheiben hellgold sind. Saure Sahne, Eier und Kümmel vermischen, Zwiebel-Speckgemisch zugeben und mischen. Die Masse auf den blindgebackenen Teig geben und 30 Minuten bei 180 G Celsius fertigbacken.
Zwiebel-Speck-Tarte warm essen!