Freitag, 31. August 2012

Gruyère-Kekse mit Dip, ital. Muffins und Nuss-Karamell: Ab geht die Post...

Mittwoch, der 29.08.2012: Ankunft im Büro um 8.20 Uhr. Frage meines lieben Zimmergenossen: "Alex, warst Du denn heute garnicht schwimmen? Es ist doch Mittwoch...". Ich: "Nein, ich wollte unbedingt noch heute früh die italienischen Muffins, die ich gestern Abend gebacken habe, verpacken, fotografieren und zusammen mit Gruyère-Keksen, einem Frischkäse-Dip und Nuss-Karamellen auf den Postweg geben." Ein Räuspern von links. Leichtes Stirn-in-Falten-legen. "Aha". "Soso". "Und warum?". Ich: "Na, damit meine Tauschpartnerin Nina pünktlich zu ihrem Picknick-Paket kommt." Irgendwie half der Satz aber auch nicht wirklich, meine frühmorgentlichen Tätigkeiten plausibel zu erläutern. Also erklärte ich ihm in kurzen Zügen, was es mit der Idee von "Post aus meiner Küche" auf sich hat. Ist Dir alles klar?

Dieses Mal stand die Aktion unter dem Motto "Picknick" und meine Tauschparterin war Nina, die mit ihrem Mann den tollen Kindermode-Blog "Butterzart" schreibt (Danke Nina!!!). Ein dicker Knutscher geht auch an die drei Mädels von der Post (Jeanny, Clara und Rike), die sich wieder ganz wunderbar um die Organisation gekümmert haben.

Und das war in meinem Picknick-Paket für Nina:

Weltbeste Gruyère-Kekse mit einem Frischkäse-Dip:


Zutaten:
  • 100 g kalte Butter
  • 60 g Gruyère (alt, gerieben)
  • 160 g Mehl (405)
  • 1 Eigelb
  • guten Schuß Salz 
  • 1 Msp. Backpulver
  • Mehl für die Arbeitsplatte
Ofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, dünn ausrollen und mit einem Förmchen Deiner Wahl Kekse ausstechen. Kekse auf ein Blech (Backpapier!) legen und 14 Min. dunkelgelb backen. Abkühlen lassen und in einer Keksdose an einem nicht zu warmen Ort aufbewahren.


Für den Dip einfach etwas Frischkäse mit mildem Paprikapulver und etwas Salz verrühren.
Ich persönlich mag die Kekse einfach so...zu einem Gläschen Wein.



Italienische Muffins: 


Zutaten (12 Muffins):
  • 150 g harte Salami (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 kl. grüne Paprika (entkernt und in kleine Würfel geschnitten)
  • 125 g Mozzarella (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1/2 Zwiebel (in kleine Würfel geschnitten)
  • 1 Knobizehe (zerdrückt)
  • 280 g Mehl
  • 2 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 gehäufter TL Salz
  • 2 gute TL Oregano
  • 40 g Parmesan (gerieben)
  • 1 Ei
  • 50 ml Olivenöl
  • 100 g Tomatensauce mit Stückchen (aus der Dose)
  • 200 g Buttermilch
  • 50 g Emmentaler (gerieben)
  • Fett für die Form
Muffinform fetten (ich nehme Olivenöl) und 5 Minuten in die Kühltruhe geben.
Ofen auf 180 Grad O/U-Hitze vorheizen.
Salami-, Paprika-, Mozzarella- und Zwiebelwürfel mit dem Knobi vermischen. In einer separaten Schüssel Mehl, Backpulver, Natron, Salz, Oregano und Parmesan ebenfalls gut vermischen. Mehlmischung zu der Würfelmischung geben. In der freigewordenen Schüssel nun Ei, Olivenöl, Tomatensauce und die Buttermilch verrühren und über die Mehl-Würfelmischung geben. Alle Zutaten sehr gut verrühren. Teig gleichmäßig in die Muffinform geben, Emmentaler darauf verteilen und 50 Minuten im unteren Drittel des Ofens backen. Jetzt einen Probemuffin herausnehmen und die Konsistenz prüfen. Wenn das Innenleben zu matschig ist, die restlichen Muffins nachbacken. Abkühlen lassen und essen!

Achtung:
Auf keinen Fall Muffinpapierunterhütchen (Du weißt, was ich meine) verwenden. Ich habe das ausprobiert und das ging total daneben (Papier durchweicht und backt fest). Und wer den Käse nicht so hart mag, gibt diesen erst nach 30 Minuten auf das Backwerk.


Nuss-Karamell:

Zutaten:
  • 125 g br. Zucker
  • 50g Butter
  • 2 EL Sahne
  • 150 g gemischte Nusskerne
  • Butterbrotpapier zum Verpacken
  • Alufolie
Zucker in einem Topf bei mittlerer Hitze karamellisieren lassen.
Butter und Sahne zugeben und verrühren.
Nussmischung zugeben und verrühren.
Masse auf Alufolie verteilen und abkühlen lassen.
Karamell nach Lust und Laune kleinschneiden und in Butterbrotpapier verpacken.
Achtung: Klebrig!



Viel Spaß beim Picknick!

Dienstag, 21. August 2012

Rheingauer Weinwoche: Das Ergebnis (Rheingau-Riesling Jahrgang 2011)

Wiesbaden und die Rheingauer Winzer konnten sich in diesem Jahr nicht über schlechtes Wetter beklagen. Die Rheingauer Weinwoche, die immer im August rund um Wiesbadens Marktkirche stattfindet, stand dieses Jahr im Zeichen der Sonne. Schön war`s...


Und wie im letzten Jahr kommen hier meine persönlichen Favoriten (auch diesmal habe ich wahrlich nicht alle Weine/Winzer probieren können, Kategorie unter 10 Euro/Flasche):

Lamm-Jung, Erbach
Nr. 06  2011 Rheingau-Riesling "Classic" (5,90 Euro/Fl.)

Diefenhardt, Martinsthal
2011 Martinsthaler Wildsau - Riesling Kabinett trocken (6,80 Euro/Fl.)

Nr. N6 2011 Erbacher Steinmorgen - Riesling Kabinett trocken, (5,60 Euro/Fl.) - super Preis!
Nr. N9 2011 Erbacher Michelmark - Riesling Spätlese feinherb (7,00 Euro/Fl.)

Nr. 31253 2011 Riesling - Grauschiefer trocken (8,25 Euro/Fl.)
Nr. 31263 2011 Riesling - Quarzschiefer feinherb (8,25 Euro/Fl.)

Nr. 09 2011er Martinsthaler Wildsau "Flagrantia" - Riesling Spätlese trocken, Bio (8,40 Euro/Fl.)

Nr. 1111 2011 Prinz von Hessen Riesling CLASSIC (8,90 Euro/Fl.)

Nr. 16 2011er Primus Maximus - Riesling Spätlese trocken (9,20 Euro/Fl.)

Sehr zum Wohl!
Alex

Sonntag, 19. August 2012

Putenschneckchen am Spieß mit Pesto, getr. Tomaten und Zitronen-Dip

Stadtexpress Wiesbaden Richtung Frankfurt. Ein Montag. Zwischen 7.32 und 8.00 Uhr. Ich klebe verschlafen an der Fensterscheibe, mir gegenüber mein Freund Jörg. Wir pendeln gemeinsam. Im Laufe der Fahrt lockern sich die Zungen. Jörg fragt: "Und sonst so?" Ich: "Alles gut". Ich: "Was gibt es Neues in unserer Stadt". Jörg (in der Zeitung blätternd): "Nichts von Bedeutung". Ich: "Was hast Du am Wochenende gekocht?" Jörg: "Am Samstag gab es Putenröllchen, die ich mit getrockneten Tomaten gefüllt habe...". Auf einen Schlag bin ich wach. Will Details wissen. Zeitgleich mit der Ankunft am Frankfurter Hauptbahnhof habe das Rezept.  Kusshand für Jörg. Der Tag kann kommen.


Und los:
Putenschnitzelchen (Menge nach Wunsch)
Basilikumpesto
eingelegte getrocknete Tomaten
einige frische Basilikumblätter
Pfeffer aus der Mühle
Crème fraiche
frisch gepresster Zitronensaft
Salz nach Wunsch
Grillspieße


Putenbrust abwaschen, trockentupfen und mit Pesto bestreichen. Basilikumblätter und getrocknete Tomaten auf der Putenbrust verteilen. Jetzt wird es knifflig: Die Putenbrust von einer Seite zur anderen aufrollen und dabei die Tomaten am Herausflutschen hindern. Mit einem sehr scharfen Messer die Putenrolle in Scheiben schneiden und diese auf die Grillspieße stecken. Pfeffern.
Die Spieße in einer Pfanne (oder auf dem Grill) garbraten.
Die Crème fraiche mit dem Zitronensaft verrühren (Menge nach Wunsch). Ggf. salzen.
Putenschneckchen mit dem Zitronen-Dip servieren. Äußerst lecker!

Donnerstag, 16. August 2012

Aus der Küchenecke ins Rampenlicht - Runde drei!

Okay Leute...nachdem Runde eins und zwei nicht so wirklich von teilnehmendem Erfolg gekrönt waren, folgt heute Runde drei. Kandidat: Der Trichter. Ein durchaus wichtiges Küchenkrempelteil, das dazu dienen soll, eine Flüssigkeit von Behältnis "eins" in Behältnis "zwei" zu befördern. 

Das ist mein Trichter:


...hat er nicht eine ganz entzückende Nase? Ganz das HerrFrauchen ;-)


...und soooo schöne Augen....


Der Trichter stammt auch noch aus meiner Alessi-Sucht-Zeit, sieht witzig aus und ist praktisch in der Pflege. Äußerst empfehlenswert!

Und nun Du:

Stelle Deinen Trichter in Deinem Blog vor. Wenn Du fertig bist, hinterlässt Du bitte unten einen Kommentar mit einem link auf Deinen Beitrag. Die Vorstellungsrunde läuft "open end", d.h. Du kannst Dich hier jederzeit mit Deinem Beitrag einklinken.


Tschüüüüßßßßß!

Samstag, 11. August 2012

Kuchenpralinen mit Mohn und Vanille (Gugl Mohn-Vanille)

Buttercremetorte und Schwarzwälder-Kirsch waren noch nie mein Ding. Die Törtchen liegen mir zu schwer im Magen und unmittelbar nach deren Verzehr gelüstet es mir nach einem Wurstbrot  zur Neutralisation. Ich bin eher der Trockenkuchen-Typ. Ich mag Backwerk mit Zimt oder Streuseln. Und mit Mohn. Mohn finde ich Klasse! Wenn ich mich in jungen Jahren über Mohnbrötchen oder Mohnkuchen hergemacht habe, hat meine Oma mir meist den Spaß verdorben, in dem sie sagte "Kind, iss nicht soviel Mohn, Mohn macht dumm". Das hat mich damals allerdings nicht abschrecken können. Wenn ich heute jedoch zurückblicke, könnte man meine Lernblockaden in Bezug auf Geschichtszahlen und Französischvokabeln durchaus auf den Konsum von zuviel Mohnkuchen zurückführen. Hah!

Keine Frage, dass ich bei meiner Vorgeschichte am aktuellen Blog-Event "Papaver" von Zorra und Mel teilnehme. Mohnrezepte sind gefragt. Ein Grund, meine neue pinkfarbene Mini-Gugelhupfform einzuweihen und 18 winzige Gugls zu backen. Das Rezept stammt aus dem Buch "Feine Kuchenpralinen" von DERGUGL, das ich mit der Form im Set erstanden habe.


Für 18 Kuchenpralinen benötigst Du:
Butter und Mehl für die Form
80 g Butter
65 g Puderzucker (gesiebt)
2 TL Rum
Zesten einer 1/2 unbehandelten Zitrone
1 EL Zitronensaft
Mark einer Vanilleschote
2 Prisen Salz
2 mittelgroße Eier
30 g Mehl (gesiebt)
65 g Weichweizengries (gesiebt)
20 g Dampfmohn

Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben.
Form einfetten und mit Mehl bestäuben.
Backofen auf 210 Grad Celsius vorheizen.


Die Butter mit dem Puderzucker erhitzen. Temperatur wegnehmen.
Rum, Zitronenzesten, Zitronensaft, Vanillemark und Salz zugeben und verrühren.
Eier zugeben. 
Mehl und Gries vermischen und in den Topf geben.
Mohn unterheben.

Teig bis zum Rand in die Form geben.
Im unteren Drittel des Backofens 14 Minuten backen.
Kuchenpralinen abkühlen lassen, aus der Form lösen und genießen!


Der Wiesbaden-Mann wollte gerne auch einen kleinen Gugl fotografieren. Und das ist dabei herausgekommen...


Männer!

Montag, 6. August 2012

Bifteki (Hackfleischbollen mit Schafskäse)

Der Wiesbaden-Mann steht in der Küche und macht Wraps. Es riecht verdächtig angebrannt, aber ich werde mich nicht einmischen, werde mich nicht einmischen, werde mich nicht und keinenfalls einmischen...ohhmmmm....! Stattdessen werde ich mich darauf konzentrieren, mein Bifteki-Rezept fehlerfrei ins Netz zu bringen. Bifteki = Griechenland + Hackfleisch + Knoblauch + Schafskäse. (Hilfe, es riecht immer noch verbrannt, aber weiter im Text...)


Für 4 Bifteki-Bollen brauchst Du:
500g bestes Rinderhack
je einen gestrichenen TL Salz, Kreuzkümmel und Rosenpaprika
je ein gehäufter TL Thymian und Oregano (getrocknet)
2 Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle
2 schöne Knoblauchzehen, gepresst
1 Ei
80 g Schafskäse (Feta), in 4 Teile geteilt
Olivenöl für die Pfanne

Hackfleisch mit den Gewürzen und dem Ei gut verkneten.
4 Kugeln formen.
In jede Fleischkugel ein Stück Schafskäse drücken.
Kugel mit dem Handballen flach drücken.
In Olivenöl von beiden Seiten anbraten.


Ich habe das Bifteki einfach nur mit kleinen Tomätchen, Schafskäsewürfeln, einer geringelten Schalotte, Oliven und etwas Joghurt angerichtet. 
Sehr fein! 
Wer mag kann aber auch (mein) Tzaziki und Fladenbrot dazu reichen.

Frau Ziege (wohnhaft auf Mykonos) und ich wünschen Dir einen 
fulminaten Abend und eine schöne Restwoche!


P.S.: Habe gerade ein Stück vom Wrap gekostet..schmeckt wirklich anständig.
Manchmal sind die Dinge dann doch nicht so kritisch, wie sie riechen!

Samstag, 4. August 2012

Eine grün-weiß-rot-schwarze italienische Vorspeise

Manche von uns haben im Büro einen netten Admin, der die Kollginnen neben der Computerpflege auch noch mit Zucchinis aus dem eigenen Garten versorgt. Ich habe so einen Admin nicht.  Dafür habe ich mein Mariönnchen. Sie sitzt im Büro gegenüber und versorgt mich immer mit wunderbaren Rezepten. Ich sage nur Kochkäse! Und dieses Rezept habe ich auch von ihr. 


Ihr braucht dazu...

Tapenade aus schwarzen Oliven
einige frische Cocktailtomaten
Mozzarella die Buffalo
einige geröstete Pinienkerne

Die Menge hängt entscheidend von den Gläsern ab, in die Du die Vorspeise schichten möchtest.
Die getrockneten Tomaten kleinschneiden und mit den Cocktailtomaten grob pürieren. 
Du benötigst kein zusätzliches Salz, wenn Pesto und Tapenade gut gewürzt sind.


Alle Zutaten abwechselnd in Gläser füllen und mit den Pinienkernen dekorieren.
Mit Röstbaguette (Baguettescheiben in der Pfanne kurz anrösten) servieren!