Sonntag, 23. August 2015

Ich bin ein Salat, holt mich hier raus!!!

Ich mag grüne Smoothies. Sie sind lecker, sättigend und gesund. Wer mich kennt weiß, dass ich auch gerne den üppigen und weniger gesunden Gelüsten dieser Welt fröhne. Einen ordentlichen Primitivo ziehe ich einem direkt gepressten roten Traubensaft alle Male vor. Aber es gibt Situationen im Leben, die lassen auch mich mal aus der Spur laufen. Im Januar des letzten Jahres war dies der Fall. Ich litt an Schlaflosigkeit. Ohne Grund. Weder der Wiesbadenman, noch mein Chef oder sonst wer auf der Welt hatten mich geärgert. Nö. Ich war einfach nur schlaflos. Wachte nachts auf und war wach. Das scheint jetzt erstmal harmlos, aber das war es nicht. Ich habe mich von Tag zu Tag weniger leiden können und die kleinste Kleinigkeit brachte mich auf die Palme. Irgendwann ging ich zum Arzt. Blutwerte: 1a, einzige Möglichkeit: Schlafmittel! Ich versuche grundsätzlich, Medikamente zu vermeiden. Daher musste eine Alternative her. Und so geschah es, dass ich zum Fastenwandern in die Pfalz ging. Unter der Betreuung von Anita und Bärbel verging die Zeit wie im Fluge. Nach einer Woche fühlte ich mich wie neu geboren und konnte schlafen wie ein Baby. Dieses Jahr im März war ich wieder zum Fastenwandern. Diesmal bei Dr. Udo auf Mallorca. Es war großartig. Ein wunderschönes Fincahotel, Pool, Sauna, Gymnastik, Wanderungen...und jeden Morgen einen frischen grünen Smoothie. Nach meiner Rückkehr kaufte ich mir sofort einen ordentlichen smoothietauglichen Standmixer. 5 Monate sind seitdem vergangen und ich gestehe, dass ich nicht wie beabsichtig jeden Morgen frisches Gemüse und Obst kleinhäckseln und dann energiegeladen Richtung Frankfurt hüpfe. Leider nein. Ich erliege oft genug dem Schrei nach einem Buttercroissant oder einer Wurstbemme. Aber ab und zu ein grüner Smoothie...lecker! Es wird gerne erzählt, dass man alles, was das Gemüsefach hergibt, wild in den Mixer werfen kann. Kann man machen, schmeckt aber nicht immer. Ich halte mich lieber an erprobte Rezepte. Und hier kommt eins, von mir höchstpersönlich im Versuchslabor entwickelt...


Für ca. 0,70 Liter benötigst Du:
Fleisch einer 1/2 Charentais-, Cantaloupe- oder anderen wohlschmeckenden Melone (300 g),
1/2 Banane,
1/2 Gurke mit Schale,
1 Stangensellerie,
1 ganzer säuerlicher Apfel (z.B. Granny Smith) ohne Stil,
2 handvoll Mischsalat,
Zitronensaft nach eigenem Geschmack,
150 ml Wasser
Salatblätter und Karottensticks als Dekoration
Alle Zutaten im Mixer zu einem Smoothie verarbeiten und in einem hübschen Glas servieren!


Falls Du Dich für das Thema "Fastenwandern" interessierst, kannst Du Dich gerne Per Mail bei mir melden. Hier ein kleiner Eindruck von Mallorca und der Traumfinca "Puig de Rose D`alt":



Dienstag, 4. August 2015

Amaretti morbidi con pistacchio

Diese wunderbar saftigen, intensiv nach Pistazien schmeckenden Amaretti, sind ein Gedicht. Nach einem leckeren Essen, zu einem schönen Espresso...mehr braucht es nicht nicht zum Glücklichsein. Morbidi heisst auf deutsch übrigens "weich" und hat nichts mit morbid zu tun...falls Du irgendwelche Bedenken hattest ;-). Das Rezept stammt aus dem Buch "Reisehunger" von Nicole Stich. Wie alle Bücher von Nicole ist auch dieses eine Wucht.


Los geht's:

ca. 25 Stück 
50 g Puderzucker
150 g gehäutete Mandeln (sie können auch schon gestiftet sein)
125 g gehäutete Pistazienkerne (z.B. von Seeberger)
140 g Zucker (weiß)
1/2 TL Meersalz  (nur verwenden, wenn Du die Salznote auch WIRKLICH zu Süßem magst)
2 Eiweiß (Eier Gr. M, 60-65 g)
2 TL Amaretto


  • Backofen auf 180 Grad Celcius vorheizen,
  • Backblech mit Backpaier auslegen,
  • Puderzucker in eine Schüssel sieben,
  • Mandeln und Pistazien im Blitzhacker nicht zu fein mahlen,
  • Mandeln und Pistazien mit Zucker und ggf. Salz vermischen,
  • Eiweiße in einer Schüssel schaumig schlagen (nicht steif),
  • Amaretto zugeben,
  • Mandel-, Pistazien-, Zucker-, (Salz)mischung mit einem Esslöffel gründlich unter die Eiweiße mengen, bis sich ein gleichmäßiger und leicht klebriger Teig gebildet hat,
  • mit einem Teelöffel kleine Portionen je ca. 13 g ausstechen und zu Kugeln heben (klebt sehr!),
  • die Kugeln auf das Backblech setzen (etwas Abstand zwischen den Kugeln lassen),
  • mit Puderzucker besieben...
  • 10 Miuten plus auf mittlerer Schiene backen (die Amaretti sind fertig, wenn die Unterseite leicht gebräunt ist), die Oberseite ist dann noch recht weich.
  • Amaretti aus dem Ofen nehmen, 
  • vollständig auskühlen lassen und in eine luftdichte Dose geben.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Salmorejo!

 Eine meiner Lieblings-Tapas-Bars ist bekanntermaßen das 13% in Palma de Mallorca. Hier gibt es nicht die klassichen spanischen Tapas, sondern vielmehr einen bunten Strauß kleiner Köstlichkeiten aus aller Welt. Bei unserem letzten Besuch im Juni probierte ich die hausgemachte Salmorejo - eine superleckere kalte Tomatensuppe, die ursprünglich aus Andalusien kommt. Tomaten, Knoblauch, Olivenöl, Essig und ein Topping aus gekochtem Ei und Seranoschinken. Das isses! Ein wunderbares Abendessen für dem Sommer! Wer die Suppe von der Konsistenz her gerne dicker haben möchte, mixt noch einige alte Weißbrotkrumen mit. Mir persönlich ist die Salmorejo ohne Brot dick genug. 
Die Suppe hält sich im Kühlschrank einige Tage...


Für ca. 1 Liter Süppchen benötigst Du:
  • 750 g wohlschmeckende (!!!) Tomaten, in Stücke geschnitten
  • 2 Knobizehen (bitte darauf achten, dass sie nicht muffig sind)
  • 100 ml Olivenöl
  • 4 El Rotweinessig (oder auch mehr, je nach Belieben)
  • Salz & Pfeffer
  • 2 hartgekochte Eier, kleingewürfelt
  • 2 Scheiben Seranoschinken, in feine Streifen geschnitten


Tomaten, Knobi, Olivenöl, Rotweinessig, Salz & Pfeffer in einem Mixer vermixen (klingt doof, ist aber so!). In eine schöne Karaffe füllen und mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren nochmal ordentlich durchrühren. Suppe in schöne Gläser oder Schüsselchen füllen und mit Ei umd Seranoschinken anrichten. Zur Suppe dürfen germe Oliven, Manchego und Brot serviert werden...

Donnerstag, 9. Juli 2015

Crostini mit Ziegenfrischkäse und geschmorten Feigen....hmmmmm!

Am Samstag war ich mit meiner Freundin Lara im Freibad. Im Hochsommer gibt es für mich fast nichts Schöneres, als morgens um 8 Uhr in kaltes Wasser zu springen und einige Bahnen zu schwimmen. Um diese Uhrzeit ist es im Bad noch schön leer und schön ruhig und fast ein bißchen wie im Urlaub. Nach einem erfrischenden Duschgang ging es dann ab auf den Wiesbadener Wochenmarkt. Dort schlenderten wir von Marktstand zu Marktstand. Beladen mit Unmengen von Obst kam ich dann am späten Vormittag wieder zu Hause an. Unter meiner Obstbeute befand sich u.a. eine wunderschöne große Feige, die ich gestern Abend flink zu leckeren Crostini verarbeitet habe. Dazu gabs ein Gläschen Sauvignon Blanc vom Weingut Fleischer. Perfekt!


Für ca. 8 Crostini brauchst Du:
  • 1 Steinofenbaguette zum Selbstaufbacken (wir haben immer einige Stangen im Vorratschrank. Ich finde sie oft besser als die, die man beim Bäcker kaufen kann. Zumindest bei den Bäckern in meinem Lebensumfeld)
  • 2 dicke reife Feigen
  • ca. 150 g Ziegenfrischkäse, gerne auch mehr
  • Agavendicksaft
  • 1 frischer Rosmarinzweig
Ofen vorheizen. Feigen waschen, in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in eine Auflaufform geben (sie müssen nicht genau nebeneinander passen, Stapeln erlaubt). Rosmarinzweig auf die Feigen legen. Das Steinofenbaguette nach Herstellerangaben aufbacken. Feigen mit Rosmarin ca. 3-4 Minuten vor Backende mit in den Ofen geben. 
Baguette in mundgerechte Scheiben schneiden. Dann wird geschichtet: Frischkäse (Menge nach eigenem Geschmack), Feigenscheibe, etwas Agavendicksaft, Rosmarinnadeln. Fertig!


Sonntag, 5. Juli 2015

italienischer Sommersalat mit Kichererbsen, Provolone und Oreganodressing (nancy`s chopped salad)

Seit Wochen warte ich auf die richtige Gelegenheit "nancy`s chopped salad" zu machen. Das Rezept habe ich beim Stöbern auf einem meiner Lieblingsblogs gefunden: the smitten kitchen (New York). Die Zutaten lasen sich unglaublich lecker. Und gestern war es dann soweit: Das jährliche Haus-Sommerfest stand auf dem Programm. Alle Hausbewohner treffen sich am späten Nachmittag im Hinterhof, es wird gerillt und gegessen und getrunken und viel gequatscht. Und jeder bringt irgendetwas Ess- oder Trinkbares mit. Feine Sache und die Gelegenheit, nancy`s choppded salad nach Deutschland zu holen. Ich habe mich streng nach Den Perelman`s Angaben gehalten, lediglich die Peperoncini habe ich durch rote Paprika und die Kirschtomaten durch "normale" Tomaten ersetzt.


Angaben für eine große Schüssel:

Oreganodressing:
60 ml Olivenöl
60 ml Rotweinessig
Saft einer halben Zitrone
2 kleine Knobizehen, gepresst
2 gestrichene TL Oregano, getrocknet
2 gehäufte TL Salz
3 Umdrehungen Pfeffer aus der Mühle

Alle Zutaten mischen und ordentlich rühren....

Salat:
400 g gekochte Kichererbsen aus der Dose, abgetropft
1/2 Eisbergsalat, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
1 kleiner Kopf Radiccio, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
200-250 g Provolone (würziger italienischer Käse) am Stück, in kleine Würfel geschnitten
200-250 g nicht zu fette Hartsalami, in kleine Würfel geschnitten
1 rote Paprika, gewaschen und in kleine Würfel geschnitten
1 rote Zwiebel, geviertelt und in feine Ringe geschnitten
300-350 g kleine Kirschtomaten, gewaschen und halbiert


Salatzutaten in eine große Salatschüssel geben und gut mischen.
Dressing zugeben und gut mischen.
Fertig!

Samstag, 4. April 2015

Mein erster Schritt zurück in die Bloggerwelt mit nichts als meinem Happy-Sandwich in der Hand...

15 Monate hat mein Blog in feinstem Schneewittchenschlaf verbacht. Die Schlafkur war nicht verordnet oder beabsichtigt. Nein, so war es nicht. Um es kurz zu sagen: 2014 war ein Jahr mit traurigen Ereignissen und wenig kreativer (Küchen)tätigkeit. Hinzu kam eine Art Schreiblähmung. Die Worte wollten einfach nicht kommen. 
Aber heute tippen die Fingerlein wieder ganz flink über die Tastatur...
Um es nicht gleich zu übertreiben, beginnen wir den Neustart ganz gemächlich mit einem leckeren Vollkorn-Sandwich. Bestrichen mit Frühstückspesto (süsslich im Geschmack) und belegt mit Tomate, Paprika, Rucola und Parmesan. Das Sandwich lässt sich sehr gut vorbereiten. Es passt als Frühstück, Mittagssnack oder Fernsehabendbrot. Ich bin ein totaler Fan von selbstgemachten Sandwiches. Hübsch verpackt in einer Lunchbox (z.B. von Rice) machen sie auch unterwegs viel Freude und schmecken 1000mal besser als die remouladebeschmieren Semmeln, die man unterwegs kaufen kann. Der Fantasie sind bei der Zusammenstellung der Zutaten keine Grenzen gesetzt. 
Trau Dich einfach, wilde Kombinationen auszuprobieren. Unten findest Du noch einige meiner Lieblingsvarianten.


Frühstückspesto:
120 g abgetropfte getrocknete Tomaten in Öl link
40-50 g Vollkornkekse mit Sonnenblumenkernen und Korinthen
etwas Tomatenöl
Alle Zutaten im Mixer vermischen, bis eine streichfeste Masse entstanden ist.

2 Scheiben Lieblings-Vollkornbrot (quadratisch) mit einem guten Teelöffel Frühstückspesto bestreichen 
und mit einer reifen Fleischtomate (in Scheiben und ohne die Enden, die flutschen raus), 1/2 roten Paprika 
(in Streifen), 10 g Rucola und 4 dünn gehobelten Scheiben Parmesan belegen. 
Wer mag, kann die Tomatenscheiben vorher salzen und pfeffern. Fertig!


Wem das Frühstückspesto zu süß ist (die Kekse sind Schuld) der nimmt eine würzige Streichunterlage, zum Beispiel Pesto alla genovese, Pistazien-Oliven-Pesto, Htipiti oder meine Schafskäsepaste.

Auch noch lecker sind folgende Sandwich-Varianen:
  • Camembert mit Himbeermarmelade und Rucola
  • Gorgonzola mit weichen Birnenscheiben (leicht zerdrückt), Walnüssen (grob zerkleinert) und Kresse
  • Mozzarella di Bufala mit Tomatenscheiben und frischem Basilikum
  • Schafskäsepaste mit frisch gerösteten Pinienkernen, Olivenscheiben und getrockneten Tomaten
Viel Spaß beim Kombinieren!